Hobbithexe

„Stur, bockig und faul, das war ich vor allem als Kind und auch als Jugendliche.“

Hobbithexe beginnt mit diesem Satz ihren letzten Blogeintrag. Dieser Eintrag läßt sie den sie den Unterschied zwischen ihrer Wirkung auf die Mitmenschen und ihrem Inneren darstellen.

Sie berichet von ihrem Überfordertsein im täglichen Leben als Jugendliche in einem Dorf, selbst das Treffen eines Bekannten auf der Straße kann eine Hürde sein. Ihre gewählte Strategie: Abschauen und imitieren. Letztlich stellt sie fest, dies hat nicht zum Erfolg geführt.

Sie macht ihren Weg. Abgelegt hat sie das alte Gefühl des Versagens und Hobbithexe gilt für manche als nicht wegzudenkende Größe im digitalen Alltag. Unterstrichen wird dies nicht nur durch die liebevollen Zusendungen von Blumen in ihrer Lieblingsfarbe in ihrer Timeline.

Hobbithexe schreibt Texte über Autismus, sagt aber deutlich, sie schreibt aus ihrem Empfinden und nicht alles trifft auf alle Autisten zu. Sie sagt klar, wir sind alle Individuen.



 

Sabine Kiefner: Das kenne ich auch – Autismus verharmlost

Sabine Kiefner schreibt in diesem nun schon älteren und doch noch immer aktuellen Beitrag über das allseits gehörte „auch“.
Auch? Wenn Autisten über ihre Probleme oder Autismus berichten, dann ist dieses Auch zu hören: kenne ich auch, bei mir auch, auch ich das empfinde ich so.

Ist das eine Abwertung? Solidarität? Oder Taktlosigkeit?

Sabine Kiefner vergleicht dies mit einem Blinden, der sein Alttag beschreibt. Was wird dieser zu hören bekommen? Sie beschreibt die ständigen Verharmlosungen unserer Mitmenschen und wie Vorurteile entstehen.

Das kenne ich auch – Autismus verharmlost: Eine schöne Doppeldeutigkeit.

Sabine Kiefer: Das kenne ich auch – Autismus verharmlost